16.2.2016 - Es geht los: Bagger, Bohrer und mehr

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Foto: Michael Ostendorf

Bei schönstem Wetter hatte ich heute Gelegenheit das Gleisdreieck in Augenschein zu nehmen. An zwei Ecken ist tatsächlich Bautätigkeit in Gange. Einerseits wird gebohrt. Wohl Löcher für Sonden, um die Vibrationen im Boden (Bahn?) zu messen.

Andererseits werden Gräben ausgebaggert, um das Gelände etwas zu entwässern. Der Boden ist richtig durchnässt und sämtliche Gräben verstopft.

Bäume werden gefällt!

Mit einem der tätigen Bauarbeiter konnte ich kurz sprechen. Hier ein Gedächtnisprotokoll der Begegnung:

  • Ich: Moin, nun geht´s los!
  • Er: Ja, fürchterlich!
  • Ich: Wieso fürchterlich?
  • Er: Naja, das hierher zu bauen - ins Naturschutzgebiet. Als ich das hier gestern sah, dachte ich, das geht ja gar nicht. Da habe ich erstmal gefragt, was hier hin soll. Bauten für 3400 Leute! 
  • Ich: Das hier ist ein wichtiger Korridor zwischen der Boberger Niederung und der Reit für die Zugvögel (ein Reiher erhebt sich in die Lüfte, Gänse ziehen über das Gelände)… es soll auch zwei Meter aufgeschüttet werden.
  • Er: Ja, dann saufen die Kleingärten ab. Aber wenn die das entschieden haben, machen die das auch.
  • Ich: Na, und Sie machen da mit!?!
  • Er: Was soll ich machen, wir müssen unser Geld verdienen.
  • Ich: Ja, das stimmt wohl. Und was machen Sie für Arbeiten?
  • Er: Wir sollen hier erstmal entwässern und da drüben (zeigt über das Gelände zum nördlichen Bahndamm) sollen Bäume parallel zur Straße gefällt werden.
  • Ich: Herzlichen Dank! Und einen schönen Tag! Tschüss
  • Er: Ja, Tschüss und ebenso!


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Foto: Michael Ostendorf


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